Schriftenreihe

An der Paris Lodron Universität Salzburg und der Universität Mozarteum Salzburg wurde im Jahr 2016 die interuniversitäre Forschungsinitiative Musik und Migration (vgl. www.musik-und-migration.at) von Wolfgang Gratzer und Nils Grosch ins Leben gerufen. Migration wird hier als Sammelbegriff für verschiedene Wanderungshandlungen (u. a. Arbeits-, Bildungs- und Fluchtmigration) verstanden. Diese sind spätestens seit dem Mittelalter verstärkt zu beobachten und mit der Musikgeschichte sowie dem aktuellen Musikleben auf das Engste verknüpft. 
Migrationsforschung erweist sich als interdisziplinär relevantes Wissenschaftsfeld, zu deren Erschließung die Musikwissenschaften substanziell beitragen können. Die hierfür maßgeblichen methodischen Entscheidungen bieten Herausforderungen, die es anzunehmen gilt und die in der neuen Reihe diskutiert werden.

 

 

Band 1

Musik und Migration

Migration wird von der Salzburger Forschungsinitiative Musik und Migration als Sammelbegriff für verschiedene Wanderungshandlungen (u.a. Arbeits-, Bildungs- und Fluchtmigration) verstanden. Diese sind – in unterschiedlicher Ausprägung – für alle Zeiträume menschlicher Existenz dokumentierbar.

Migrationsforschung erweist sich als interdisziplinär relevantes Wissenschaftsfeld, zu deren Erschließung die Musikwissenschaften substanziell beitragen können. Die hierfür maßgeblichen methodischen Entscheidungen bieten Herausforderungen, die es anzunehmen gilt.
Dieser Band enthält Diskussionsbeiträge in Form theoretischer und methodischer Überlegungen sowie Hinweise auf Fallbeispiele musikwissenschaftlicher Migrationsforschung.

Erhältlich hier: Gratzer, Wolfgang and Nils Grosch (ed.). Musik und Migration. Musik und Migration Band 1. Münster: Waxmann, 2018.

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Band 2

„Ich glaube an Europa, ich glaube sogar an ein anderes Deutschland“

Davon überzeugt, einen Beitrag zum Wiederaufbau der deutschen Kultur leisten zu können, übernahm der Theaterkünstler P. Walter Jacob nach siebzehn Jahren des Exils 1950 das Amt des Intendanten der Städtischen Bühnen Dortmund. Diktatur und Krieg hatten die deutsche Gesellschaft und mit ihr die Theaterlandschaft stark verändert, so dass er manche seiner Vorstellungen in der konkreten Arbeit revidieren und sich unterschiedlichsten Konflikten stellen musste.

Anhand ausgewählter Themen spannt die vorliegende Studie einen weiten Bogen, in dem die Vorbereitung der Remigration, die Umstände von Jacobs Wahl und die Auseinandersetzungen um seine Stellung als Intendant, Fragen des Theaterkonzepts sowie der Wiedergutmachung betrachtet werden. Gleichsam nebenher ergibt sich ein Bild von der Nachkriegsgesellschaft in Westdeutschland, von den Arbeitsbedingungen in einer kriegszerstörten Stadt sowie vom Theaterbetrieb und seinen Verflechtungen mit städtischer Verwaltung und Presse. Deutlich werden auch der nach wie vor virulente Antisemitismus und die Mechanismen des Verschweigens der jüngsten Geschichte.

Erhältlich hier: Felbinger, Idilkó and Sophie Fetthauer (ed.). „Ich glaube an Europa, ich glaube sogar an ein anderes Deutschland.“ P. Walter Jacobs Remigration und seine Intendanz an den Städtischen Bühnen Dortmund 1950–1962. Musik und Migration Band 2. Münster: Waxmann, 2018.