Publikationen

Buchreihe

Musik und Migration

In dieser neuen Buchreihe, die beim Waxmann Verlag erscheint, wird das Musikleben im Kontext Migrationen aller Arten, wie z. B. Arbeits-, Bildungs- und Flüchtlingsmigration, erforscht. Sie ist Teil einer neuen interuniversitären Forschungsinitiative, die von Nils Grosch (Paris Lodron Universität Salzburg)uand Wolfgang Gratzer (Universität Mozarteum Salzburg) 2016 ins Leben gerufen wurde..  

Für weitere Information klicken Sie hier.

Weitere Veröffentlichungen

Salzburg: Sounds of Migration

Migration und Musik haben miteinander zu tun – mehr als dies auf den ersten Blick erscheinen mag. So auch in Salzburg. Der Band Salzburg: Sounds of Migration macht nicht nur mit der langen Geschichte des Wechselverhältnisses von Musik und Migration sondern auch aktuellen musikalischen Begegnungsinitiativen bekannt, wie z. B. in Salzburg lebenden Menschen, deren Musik in Wechselwirkung mit migrantisch geprägten Lebens- und Reisewegen steht. Zu Wort kommen musikalisch aktive Menschen, die Migration als kreative Chance begreifen.

Hier erhältlich: Gratzer, Wolfgang et al. (ed.). Salzburg: Sounds of Migration. Geschichte und aktuelle Perspektiven. Veröffentlichungen zur Geschichte der Universität Mozarteum Salzburg 8. Wien: Hollitzer Verlag, 2018.

Dokumente zu Musik und Migration in Salzburger Sammlungen

Der Eintritt ins Exil erfordert das Einlassen auf neue Denkweisen sowie die Kreativität des Emigranten. Er fordert und stimuliert zugleich aber auch die der Aufnahmegesellschaft. Musik, im Kontext von Identitätsstiftungsprozessen vorwiegend als Anker, als Marker von Stabilität, inszeniert, war von ihrer Beschaffenheit Mittel erster Wahl zur Kenntlichmachung beweglicher, dynamischer und nicht zuletzt migrantischer kultureller Identitäten. Dies macht die Erforschung von musikalischen Interaktionsprozessen in Migrationssitutionen und das Erschließen von Quellen, die wissenschaftlichen Zugang zu solchen historischen Prozessen erst ermöglichen, zu einer auch kulturell und politisch bedeutsamen Aufgabe. In Salzburg wurde 2014 auf Basis von Schenkungen die Music and Migration Collection begründet, die seither wächst und den Ausgangspunkt neuer Forschungsansätze bildet. Vorliegender Band präsentiert eine kleine Auswahl daraus.

Hier erhältlich: Grosch, Nils (ed.). Dokumente zu Musik und Migration in Salzburger Sammlungen. Salzburg: Artbook, 2016

Movilidad cultural, exilio y el desafío para la musicología.

Dieser Artikel untersucht die Aussichten des kulturellen Mobilitätsparadigma für Exilstudien in der Musik. Anhand einer Diskussion über die Karriere und Schriften des Musikwissenschafters Alfred Einstein im Exil werden seine Bemühungen, die europäische Musikgeschichte als mobil zu interpretieren, hervorgehoben. Beginnend mit Einsteins Kritik und mobiler Konzeption von Grund auf wird die Routine der Musikwissenschaft beim Lokalisieren von Musik und ihres unbestrittenen Diskurses hinterfragt. Stephen Greenblatts Kritik an der Beständikeit von Kulturen, die Basis für sein kulturelles Mobilitätsmanifest, bietet den Rahmen für diese Beobachtungen.

Hier erhältlich: Movilidad cultural, exilio y el desafío para la musicología. In: Ensayos: Historia y Teoría del Arte, Volumen 22, Número 34, p. 39-57.

Österreichische Musikzeitschrift: Mobilität und Musik

 

An die 25.000 Kilometer soll Wolfgang A. Mozart bis zu seinem 25. Lebensjahr auf Konzertreisen zurückgelegt haben – gut die Hälfte des Äquatorumfangs. So beschwerlich das Reisen zu jener Zeit noch war, ist es doch seit der frühen Neuzeit ein wesentlicher Bestandteil des Musikbetriebs – mit massiven Auswirkungen auf Werke und Biographien. Von den frühen Wandertruppen bis heute ist die notwendige Mobilität mit all ihren Vorzügen und Nachteilen für Kulturschaffende vom Dirigenten über die Opernsängerin und den Manager bis hin zur Journalistin immer wieder eine Herausforderung.

Mehr Informationen: Österreichische Musikzeitschrift, Mobilität und Musik (Heft 2), 2017

 

Veröffentlichungen unseres Autorenteams zum Thema Musik und Migration

2018

Chatterjee, Sandra. „Kulturelle Gleichzeitigkeit – Zeitgenössischer Tanz aus Postmigrantischer Perspektive.“ In: Marc Hill und Erol Yildiz (Hg.) Postmigrantische Visionen. Erfahrungen – Ideen – Reflexionen. Bielefeld: transcript Verlag: 199-206.(Open Access)

Langenbruch Anna. „Der ‚wandernde Speicher‘: Erinnerungsräume des Exils.“ In: A. Kreutziger-Herr et al. (Hg.) Wege. Festschrift für Susanne Rode-Breymann, Hildesheim: Olms 2018, S. 469-482.

Präger, Ulrike. “Musikalische Migrationsgeschichten: Erzählen, Inszenieren, Aufführen und Medialisieren,“ In: Themen, Thesen Texte 07/18, Cluster Magazine of the Center of Excellence, Cultural Foundations of Social Integration, 29-33. University of Konstanz.

2017

2016

Langenbruch Anna. „Wissensmigration: Musikwissenschaft im Pariser Exil – und was sie uns über Wissenschaftsgeschichte verrät“, In: S. Bolz, M. Kelber, I. Knoth, A. Langenbruch (Hg.) Wissenskulturen der Musikwissenschaft: Generationen, Netzwerke, Denkstrukturen (Musik und Klangkultur 16), Bielefeld: transcript 2016, S. 223-246.

2015

Präger, Ulrike.„‘Musicking’ Children from the Bohemian Borderlands: Hidden and Nurtured Musical Practices on Both Sides of the Iron Curtain,” European Review of History: Revue europeenne d'histoire 22 (2): 310-330.

Präger Ulrike. „Musik,” In: Bill Niven, Maren Röger, and Stephan Scholz (Hg.) Handbuch. Medien und Praktiken der Erinnerung an Flucht und Vertreibung. 283-295. Frankfurt and New York: Campus Verlag.

2014

Langenbruch, Anna. Topographien musikalischen Handelns im Pariser Exil. Eine Histoire croisée des Exils deutschsprachiger Musikerinnen und Musiker in Paris 1933-1939, Hildesheim: Olms 2014. 

Langenbruch, Anna. „‚Die Stadt ist sehr groß und voll von Herrlichkeiten‘. Paris als Mythos und Metropole des Musik-Exils“, in: A. Eichhorn (Hg.): Kurt Weill und Frankreich(Veröffentlichungen der Kurt-Weill-Gesellschaft Dessau 9), Münster: Waxmann 2014, S. 115-132.

2013

Langenbruch, Anna. „‚Schallplatten emigrierter Künstler bevorzugt‘. Medium, Materialität und Musikexil.“ In: D. Bischoff und J. Schlör (Hg.)Dinge des Exils(EXILFORSCHUNG: Ein internationales Jahrbuch 31), München: Ed. Text + Kritik 2013, S. 103-118.

Langenbruch, Anna. „Medium Kampflied. Kulturtransfer im Pariser Exil am Beispiel der Kampflieder von Paul Arma.“ In: M. Fischer und F. Hörner (Hg.) Deutsch-französische Musiktransfers (Lied und populäre Kultur 57), Münster: Waxmann, S. 143-159.

Präger, Ulrike. “Longing for Belonging in Forced Migration: Musical Recollections of Germans from the Bohemian Lands.” In: Magdalena Waligorska (Hg.) Music and Belonging. Articulations of the Self and the Other in the Musical Realm. 157-174. Cambridge: Cambridge Scholars Publishing.

2012

Chatterjee, Sandra. “Post-migrantisch? Nomadisch? Hapa? Was für eine Erfahrung …?!’”. In: Urmila Goel, Jose Punnamparambil und Nisa Punammparambil-Wolf (Hg.) InderKinder. Über das Aufwachsen und Leben in Deutschland. Heidelberg: Draupadi Verlag: 200-210.